Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen: Die EU muss den Worten nun Taten folgen lassen!

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

In der Thematischen Strategie Ressourcennutzung fehlen konkrete staatliche Verpflichtungen und messbaren Zielvorgaben, die einen nachhaltigeren Ressourcenverbrauch sicherstellen.

Der derzeitige rechtliche Rahmen für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen in der EU ist unzureichend, so eine aktuelle, für die Europäische Kommission erstellte Studie.
Ressourcenpolitik wird demnach vor allem in Zusammenhang mit der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit diskutiert, Auswirkungen auf die Umwelt spielen nur eine untergeordnete Rolle. Außerdem zeigen nur wenige Mitgliedstaaten den Willen, nachhaltigen Ressourcenverbrauch in ihre Politik zu integrieren.

Der Bericht weist aber auch auf zehn positive Beispiele hin, unter anderem die Besteuerung von bestimmten Ressourcen in Dänemark und Schweden, die Ressourceneffizienzziele in Deutschland, die Rohstoffbilanzierung in Frankreich, Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse in den Niederlanden und der österreichische Ressourceneffizienz-Aktionsplan.

Die Studie ist Teil eines Projektes zur Überprüfung der Thematischen Strategie für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, einer der sieben Strategien des 6. Umweltaktionsprogrammes. Sie soll als Grundlage zur Überarbeitung der Strategie herangezogen werden. Die endgültige Version des Berichts soll am 16. August 2010 veröffentlicht werden.

Website zum Projekt
Studie
EU-Strategie für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen
Mehr zum österreichischen Ressourceneffizienzplan