Nationalpark Kalkalpen und Wildnisgebiet Dürrenstein als Weltnaturerbe nominiert

Natur & Biodiversität

5.250 Hektar alte Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen und 1.965 Hektar im Wildnisgebiet Dürrenstein sollen Österreichs erstes Weltnaturerbe werden, berichtet das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) in einer Pressemitteilung. Diese Wälder in Ober- und Niederösterreich seien dem Welterbekomitee in Paris zur Aufnahme in die UNESCO-Liste der Weltnaturerbestätten vorgeschlagen worden.

Es handelt um eine gemeinsame Bewerbung von elf europäischen Ländern, Österreich koordinierte die Einreichung. Die offizielle Nominierung bei den Vereinten Nationen soll im Februar 2016 erfolgen.

Die nominierten Waldgebiete wurden von Experten ausgewählt und auf die nationale Vorschlagsliste gesetzt. Insgesamt wurden 32 Gebiete aus Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien und der Ukraine vorgeschlagen.

Früher beherrschten Buchenwälder das Landschaftsbild Mitteleuropas, heute sind davon nur noch wenige in ihrer ursprünglichen Form erhalten.

Im Nationalpark Kalkalpen wurden 26 Prozent des Waldes als Naturwald eingestuft. Dessen hohes Alter, geringe Nutzung und schwere Erreichbarkeit lassen darauf schließen, dass ein großer Teil sogar als Urwald bezeichnet werden kann. Untersuchungen zeigten, dass etwa 51 Prozent des Waldes im Nationalpark älter als 160 Jahre sind. Ein Highlight ist die mit 525 Jahren älteste Buche der Alpen.

Der Wald des Wildnisgebietes Dürrenstein ist bekannt als der größte Buchenwald der Alpen, der sich vollkommen ungestört entwickeln durfte. In der Kernzone des Gebietes sind Buchen mit einem Alter von 400-500 Jahren zu finden. Das Gebiet steht unter strengem Schutz und der Zugang ist stark reguliert, um den menschlichen Einfluss weiterhin so gering wie möglich zu halten.

BMLFUW Pressemitteilung