Naturbasierte Lösungen als Schutz vor Klimafolgen stärken

Intakte Ökosysteme stärken die Klimaresilienz

Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und Hitzewellen stellen Europa vor wachsende ökologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Verschärft werden diese Risiken durch die fortschreitende Schädigung natürlicher Ökosysteme. Feuchtgebiete, Moore, Auen, Wälder und gesunde Böden speichern Wasser, regulieren Temperaturen und mildern Extremereignisse ab. Ihr Verlust beeinträchtigt den natürlichen Wasserhaushalt und erhöht die Anfälligkeit gegenüber Klimafolgen. Naturbasierte Lösungen können hingegen mehrere Klimarisiken gleichzeitig reduzieren und zugleich Biodiversität, Gesundheit und Klimaschutz fördern.

EU-Klimaanpassung braucht verbindliche Maßnahmen

In einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordern mehr als 30 Organisationen, naturbasierte Lösungen als vorrangiges Instrument der Klimaanpassung im geplanten europäischen Rahmen für Klimaresilienz zu verankern. Statt Klimarisiken isoliert zu betrachten, brauche es einen systemischen Ansatz, der die natürliche Wasserspeicher- und Regulationsfähigkeit von Landschaften wiederherstellt. Auch die europäische Wasserresilienzstrategie unterstreicht die Bedeutung eines intakten Wasserkreislaufs.

Konkret fordern die Organisationen rechtliche Anreize, geeignete Finanzierungsmechanismen und nationale Ziele für zusätzlichen natürlichen Wasserrückhalt. Öffentliche und private Investitionen sollen gezielt mobilisiert werden, um naturbasierte Lösungen großflächig umzusetzen und Europas langfristige Klimaresilienz zu stärken.

Offener Brief an EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen, 14.09.2026