Naturfreunde fordern mehr nachhaltigen Tourismus

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

„Tourism & Community Development“ war das Motto des diesjährigen Welt-Tourismustages am 27. September. Damit stellte die World Tourism Organisation (UNWTO) die Bedeutung des Tourismus für die Erreichung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung der Armut und eine ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt dieses Tages. Doch die Realität sieht vielerorts anders aus, kritisieren die Naturfreunde.

Bis 2015 sollen die Millenniums-Ziele der Vereinten Nationen erreicht werden, darunter die Halbierung der weltweiten Armut und der Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung. Die UNWTO sieht dabei auch im Tourismus einen zentralen Faktor für die Erreichung dieser Ziele.

„Kein anderer Wirtschaftszweig ist in den letzten Jahren schneller gewachsen“, informieren die Naturfreunde. „Und in vielen Ländern ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Doch vielerorts hinterlässt er auch negative Spuren: Die Urlaubsflüge heizen das Klima auf, die Ansprüche der Gäste verschärfen in den Zielgebieten Konflikte um Land und Wasser und erhöhen den Druck auf Ökosysteme. Oft werden lokale Gemeinschaften vom Tourismus überfahren. Angestellte werden zu prekären Bedingungen beschäftigt, Frauen benachteiligt und Kinder schutzlos der Ausbeutung preisgegeben.“

Die Naturfreunde fordern einen sozial, ökologisch und kulturell verträglichen Tourismus. Die Naturfreunde Internationale mit ihrer Marke „respect“ setzt sich für die Etablierung eines nachhaltigen Tourismus ein. Die Broschüre „Wegweiser durch den Labeldschungel“ stellt glaubwürdige Gütesiegel und Zertifizierungsinitiativen im Tourismus vor.

Naturfreunde Pressemitteilung
Broschüre: Wegweiser durch den Labeldschungel