Naturschutzbund: Wildkatze wieder in (fast) ganz Österreich zuhause

Im November 2023 ist die Wildkatze schließlich auch in Salzburg aufgetaucht. In der Wachau wurden im letzten Sommer bereits zum zweiten Mal Jungtiere entdeckt. Das sind einige der Hoffnungsschimmer der letzten Zeit, die eine Ausbreitung der Wildkatze vermuten lassen. Der Naturschutzbund will mit seinen Aktivitäten zur Etablierung der scheuen Waldbewohnerin beitragen und freut sich auf Mithilfe. Aktuell gibt es österreichweit zwei vom Waldfonds unterstützte Wildkatzenprojekte: Zum einen das Projekt „Netzwerk Wildkatze“ des Naturschutzbundes, dem die „Meldestelle Wildkatze“ zugeordnet ist: Die Meldestelle sammelt sämtliche Sichtungen und lässt diese von Expert:innen der Plattform auswerten. Die Daten fließen in die österreichische Wildkatzen-Datenbank und dienen als Basis für den Schutz und die Verbesserung der Lebensräume der gefährdeten Population. Großes Anliegen des „Netzwerks Wildkatze“ ist zudem, das Tier einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Zum anderen setzt sich auch das Projekt „Wald-Wildkatze-Wiederkehr“ des Vereins Felis für Bestandserhebungen sowie eine wildkatzenfreundliche Gestaltung von potentiellen Lebensräumen des seltenen Tiers ein.

„Mit diesen ambitionierten Projekten wollen wir bewirken, dass sich die Wildkatze wieder in Österreich etablieren kann“, sagt Ingrid Hagenstein, Naturschutzbund-Vertreterin und Mitglied der „Plattform Wildkatze“ und lädt die Bevölkerung ein, allfällige Beobachtungen vermuteter Wildkatzen der „Meldestelle Wildkatze“ zu übermitteln.

Wildkatze wieder in (fast) ganz Österreich zuhause