Naturschutzorganisationen fordern den Stopp aller Skischaukel-Planungen in der Pyhrn-Priel-Region

Natur & Biodiversität

Der Umweltdachverband kritisiert in einer Pressemitteilung die Aktivitäten der Wirtschaftskammer und des Tourismus-Verbandes Pyhrn-Priel für eine geplante Schischaukel in der Pyrhn-Priel-Region in Oberösterreich.

Diese würden sich für eine Verbindung zwischen den Skigebieten Höss und Wurzeralm einsetzen, „die sich bei näherem Hinsehen jedoch als noch absurder, unwirtschaftlicher und naturzerstörerischer entpuppt als alle Varianten, die bis dato diskutiert wurden“, kritisiert der Umweltdachverband. „Wir Alpinvereine und Naturschutzorganisationen fordern, dass allen naturzerstörerischen Vorhaben in der Pyhrn-Priel-Region endlich Einhalt geboten wird. Die oberösterreichische Landesregierung muss ein für alle Mal ein Machtwort sprechen, einen Planungsstopp anordnen und eine vernünftige, nachhaltige Regionsentwicklung mit Fokus auf naturorientiertem Ganzjahrestourismus in die Wege leiten“, sagt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes.

Das Warscheneck gehört „zu den landschaftlich schönsten Bereichen der oberösterreichischen Kalkalpen und ist eine der bedeutendsten Karstlandschaften Europas. Das Bergparadies ist zudem ein Hotspot der Arten- und Lebensraumvielfalt“, so der Umweltdachverband. „Die Region sollte ihre Chancen als Natur- und Nationalparkregion nutzen. Wesentliche Teile des Warscheneck-Gebietes sind seit Jahren als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das oberösterreichische Nationalparkgesetz sieht zudem eine Einbeziehung des Warschenecks in den Nationalpark Kalkalpen vor. Wir fordern von den politisch Verantwortlichen im Bundesland Oberösterreich daher die Einhaltung und Umsetzung des Nationalpark Oberösterreich Kalkalpen-Gesetzes und somit die Erweiterung des Nationalparks Kalkalpen, um das Warscheneck statt der Zerstörung dieses Natur- und Bergparadieses durch unsinnige Skischaukel-Projekte“, sagt Maier.

Umweltdachveband Pressemitteilung