Neue Energieeffizienz-Kennzeichnung für Elektrogeräte
16. Juni 17
Am Dienstag gab das Europäische Parlament grünes Licht für ein neues System, das den KundInnen ermöglicht, Elektrogeräte besser zu erkennen, die Energieverbrauch und Energiekosten senken. Die neue, dem technologischen Fortschritt angepasste Bewertungsskala von A bis G, welche die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten anzeigen soll, wurde am Dienstag mit 535 Stimmen angenommen, bei 46 Gegenstimmen und 79 Enthaltungen.
VerbraucherInnen können dann effizientere Produkte auswählen, um den Energieverbrauch und ihre Stromrechnungen zu senken, während HerstellerInnen zu Innovationen und Investitionen in energieeffizientere Produkte ermuntert werden.
Die KundInnen werden die ersten Haushaltsgeräte mit Energielabels der neuen Bewertungsskala ohne das Pluszeichen (A+, A++, etc.) voraussichtlich frühestens Ende 2019 in den Läden vorfinden. Um mit Verbesserungen bei der Energieeffizienz Schritt zu halten, werden zukünftige Neuklassifizierungen automatisch eingeleitet, sobald 30% der auf dem EU-Markt verkauften Produkte in die oberste Energieeffizienzklasse „A“ fallen, oder wenn 50% dieser Produkte in die obersten zwei Energieeffizienzklassen „A“ und „B“ fallen.
Die Labels werden auf die Produkte aufgedruckt. Die jeweiligen Online-Versionen und Produktinformationen können im Internet heruntergeladen werden. Im Fall von Aktualisierungen, die sich auf die Energieeffizienz eines bereits erworbenen Produkts auswirken würden, sollte der Anbieter den Kunden informieren, so der Entschließungstext.
Jede visuelle Werbung oder jedes technische Werbematerial sollte die Energieeffizienzklasse und die dem Label zugrundeliegende Bewertungsskala nennen. Informationskampagnen für VerbraucherInnen sollen auf die neu eingeführten Versionen der Labels aufmerksam machen.
Die EU-Kommission muss eine Produktdatenbank mit einem technischen Teil erstellen, um den nationalen Behörden bei der Überwachung der Einhaltung der Vorgaben zu helfen. Sie soll außerdem ein Onlineportal für die Öffentlichkeit schaffen, um die Marktüberwachungsbehörden zu unterstützen und den VerbraucherInnen zusätzliche Informationen über die Produkte zur Verfügung zu stellen. Die Kommission soll außerdem Durchführungsrichtlinien für diese Verordnung erarbeiten, die Best-Practice-Beispiele für Produkttests und Informationsaustausch enthalten.
Schluss mit „A++“: Energielabel für Elektrogeräte sollen einfacher werden