Neue EU-Klimaschutzkommissarin für strengere Emissionsreduktion im Verkehr
Klima & Energie, Verkehr & Luft & Industrie
Die designierte Klimaschutzkommissarin der EU, Conni Hedegaard, möchte die Emissionen im Verkehrssektor reduzieren.Conni Hedegaard kündigte während ihrer Anhörung vor dem Europäischen Parlament an, dass sie ein integriertes Gesetzespaket zu Klima und Verkehr vorlegen möchte. Der Verkehrssektor stellt mit seinen stetig wachsenden Emissionen eine „große Herausforderung“ dar und macht die Anstrengungen zur Emissionsreduzierung in anderen Bereichen zunichte. Ziel muss es daher sein, die Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Ein erster Schritt wird die Einführung von Regelungen zur Reduktion von CO2-Emissionen bei Lastwägen sein. Hedegaard möchte auch die Gesetzgebung zu CO2-Emissionen von Autos überprüfen. Die frisch gebackene Klimaschutzkommissarin unterstützt außerdem die Einführung eines Preises für CO2-Emissionen im Verkehrssektor.
Der genaue Umfang dieses neu geschaffenen Ressorts ist noch unklar. Hedegaard selbst sieht sich als horizontale Koordinatorin „mit der gewaltigen Aufgabe zur Berücksichtigung von Klimapolitik in allen EU-Politiken“. Sie räumte jedoch ein, dass sie bei ihrer Arbeit stark von den anderen KommissarInnen abhängig sein wird. Weiters gab die ehemalige dänische Energie- und Klimaministerin eine deutliche Erklärung für ein „grünes Wirtschaftswachstum“ ab und versprach, an der Umverteilung von Geldern weg von fossilen Treibstoffen, hin zur Entwicklung von sauberen Energien zu arbeiten. Außerdem muss die Sicherung einer weltweiten Vereinbarung zum Klimaschutz unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen weiterhin oberste Priorität der EU bleiben. Hedegaard wurde nach der Anhörung von den ParlamentarierInnen für ihren Einsatz zum Klimaschutz und ihre ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit gelobt, jedoch für ihren fehlenden Einsatz für konkrete Gesetzesinitiativen kritisiert.
Artikel auf EurActiv.com
Anhörung Hedegaard (en)
Profil Hedegaard (en)