Neue Gasreserven in Turkmenistan entdeckt - Gasversorgung Europas damit auf Jahrzehnte gesichert?
Klima & Energie
Der turkmenische Präsident gibt die Entdeckung neuer Gasfelder bekannt und kündigt eine Zusammenarbeit mit Europa an.Laut Angaben des turkmenischen Präsidenten Gurbanguly Berdymukhamedov wird das zentralasiatische Land seine Gasexporte in den nächsten 20 Jahren vervierfachen und Turkmenistan sei bereit, die europäische Nachfrage auf Jahrzehnte zu decken. Durch neu entdeckte Gasfelder sind die Gasreserven Turkmenistans auf 24,6 Billionen Kubikmeter Gas angestiegen. Das entspricht einer Verdreifachung der bisher angenommen Menge. Gemäß der amerikanischen Energy Information Administration sind in Turkmenistan damit 4% der weltweiten Gasreserven gelagert. Ziel sei, so Berdymukhamedov, eine Erhöhung der jährlichen Förderung bis 2030 auf 230 Milliarden Kubikmeter Gas. Mit der geplanten Nabucco-Pipeline könnten davon jährliche 38 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa befördert werden. Zur Zeit liefert Turkmenistan kein Gas nach Europa. Wichtigster Partner des zentralasiatischen Landes ist derzeit China. Dessen staatlicher Konzern China National Petroleum Corp (CNPC) hat auch entscheidend zur Entdeckung der neuen Gasfelder beigetragen. ExpertInnen für Zentralasien bezeichnen das Land als „unzuverlässigen Partner“ und warnen Europa davor, sich zu sehr auf die Angaben zu verlassen.