Neue Kommission: geringe Wahrnehmung des Umweltthemas
Am 27.9.2004 beginnen im Europäischen Parlament die Hearings mit den designierten KommissarInnen. Zur Vorbereitung wurden Fragebogen verschickt, die sich im ersten Teil mit allgemeinen Fragen beschäftigen, im zweiten mit Fragen zum zukünftigen Aufgabengebiet der jeweiligen KommissarIn.Aus Umweltsicht besonders interessant sind dabei die Antworten auf die Frage, wie der Lissabon-Prozess "zur wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Erneuerung" vorangetrieben werden könne. Insgesamt zeigt sich hier eine eine geringe Wahrnehmung des Umweltthemas: Nur knapp die Hälfte der designierten KommissarInnen halten ökologische Nachhaltigkeit für einen wichtigen Bestandteil der Lissabon- Strategie. Größte Bedeutung hat die dritte Säule der Nachhaltigkeit - ökologische Nachhaltigkeit - erwartungsgemäß für die bisherige Umweltkommissarin Wallström (zukünftig für Kommunikation verantwortlich) sowie ihren Nachfolger Stavros Dimas. Die anderen designierten KommissarInnen sprachen das Thema ökologische Nachhaltigkeit nur "im Vorbeigehen" oder gar nicht an.
Die Abstimmung im Europäischen Parlament wird in der EP-Woche von 25.-28. Oktober stattfinden. Das EP hat das Recht, das gesamte Kollegium zurückzuweisen, allerdings nicht einzelne KommissarInnen. Es wird erwartet, dass das EP die neue Kommission billigen wird.
Antworten der design. Kommisarinnen auf den Fragebogen (engl.)
Kommissionswebsite Lissabon-Strategie