Neuer Greenpeace Fisch-Ratgeber veröffentlicht

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat vor Kurzem eine Neuauflage ihres Fisch-Ratgeber veröffentlicht. Der Ratgeber bietet KonsumentInnen eine Orientierung beim Fischkauf.

85 Prozent aller Fischbestände sind laut Welternährungsorganisation (FAO) erschöpft, überfischt oder komplett ausgebeutet. In Europa gelten sogar drei von vier Fischbeständen als überfischt.

Die Umweltschutzorganisation stuft die meisten der 380 untersuchten Fischereien und Fischzuchten als „nicht empfehlenswert“ ein.

Grundsätzlich meiden sollte man laut Greenpeace Tiefseefischarten wie Hoki und Rotbarsch, aber auch den beliebten Speisefisch Alaska-Seelachs, der in vielen Fischstäbchen und Schlemmerfilets steckt. Für die meisten Arten gibt es zwar - je nach Fangregion oder Fangmethode - empfehlenswerte Alternativen. Greenpeace kritisiert jedoch die schlechte Konsumenteninformation und fordert von Handel und Fischindustrie, ihre Produkte endlich vollständig zu kennzeichnen.

Bedenkenlos können laut Greenpeace heimische Karpfen, Forellen und Saiblinge aus österreichischer Bio-Zucht gekauft werden.

Durchschnittlich verzehrt jede/r ÖsterreicherIn etwa 14 Kilogramm Fisch im Jahr (Fanggewicht). „Es gelten drei einfache Regeln, mit denen KonsumentInnen viel für den Meeresschutz tun können: Seltener Fisch essen, mit Hilfe des Greenpeace-Ratgebers bewusst Fisch aus nachhaltiger Herkunft kaufen und bei Produkten mit mangelnder Kennzeichnung den Handel darauf hinweisen“, berichtet Greenpeace-Kampagnerin Antje Helms.

Bis Ende 2012 soll das politische Instrument der Fischerei in Europa, die Gemeinsame Fischereipolitik der EU, reformiert werden. „Je größer die Nachfrage nach nachhaltig gefangenem Fisch, desto größer der Druck: Auf die Fischereiindustrie, die ihre Fangmethoden ändern muss, auf den Handel, der im Interesse seiner KundInnen für ein gute Kennzeichnung der Produkte sorgen muss und auf die Politiker, die sich für ein umweltschonendes Regelwerk einsetzen müssen,“ appelliert Helms an die KonsumentInnen.

Greenpeace Fischratgeber