Neuer „Weltkulturerbe“-Status verhindert Uranabbau in Australien
Verkehr & Luft & Industrie, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Französischer Konzern AREVA will an Grenze zu Naturpark Uran abbauen.
Ende Juni vergab die UNESCO an die Region Koongarra im Norden Australiens den Titel „Weltkulturerbe“. Das Gebiet ist Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere und grenzt unmittelbar an den Kakadu-Nationalpark an. Dieser wurde bereits 1979 zum Weltkulturerbe erklärt, die angrenzende Region wurde aber ausgenommen, da dort große Mengen an Uran lagern, berichtet die Organisation „Klimaretter“. Die Regierung verkaufte im Jahr 1995 die Rechte für das Uranvorkommen an den französischen Konzern AREVA, das Land gehört jedoch den australischen Aborigines, ohne deren Zustimmung die Förderung unmöglich ist. Mit dem jetzt verliehenen Status zum „Weltkulturerbe“ wurden die Hoffnungen des Konzerns auf eine Förderung des Urans vorerst gestoppt.
Der Abbau von Uran ist für die Umwelt extrem schädlich, eine Uranmiene im Gebiet des Kakadu-Nationalparks - die wegen ihrer Uranvorkommen auch vom Schutz ausgenommen wurde - führte laut Klimaretter zu zahlreichen Regelbrüchen und Verunreinigungen der Gegend mit uranhaltigem Wasser.
Der Kampf der Aborigines gegen den Konzern AVERA ist auch Teil eines deutschen Dokumentarfilms, der sich mit dem Uranerzbergbau beschäftigt. „Yellow Cake - Die Lüge von der sauberen Energie“ des Dokumentarfilmers Joachim Tschirner beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Uranerzbergbaus in Deutschland, Namibia, Australien und Kanada.
Klimaretter: UN erschweren Uranabbau in Australien.
Dokumentarfilm Yellow Cake