NGOs fordern: Landwirtschaft in den Bergen stärken

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Umwelt- und Agrarverbände haben die EU-Kommission und die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, künftig die BergbauerInnen besser zu unterstützen. Für ihren hohen Arbeitsaufwand in schwer zu bewirtschaftenden Hanglagen und ihren Beitrag zum Erhalt der alpinen Vielfalt müssten sie auch honoriert werden.

Laut der Allianz für Landwirtschaft und Naturschutz in den Alpen benachteiligt die bisherige Verteilung der EU-Agrarsubventionen die BergbauerInnen, da es in den meisten Mitgliedsstaaten für Grünlandflächen weniger Direktzahlungen als für Ackerflächen gibt. Die Beihilfen hängen von der Betriebsfläche ab, daher erhalten große Betriebe auch die höchsten Förderbeträge. Damit nicht noch mehr Landwirte in den Bergen ihre Höfe aufgeben, fordert das Bündnis ein differenziertes Fördersystem. Neben einer angemessenen Berücksichtigung des Arbeitseinsatzes der BergbauerInnen sollten die EU-Agrarzuschüsse konsequent an Naturschutzziele gebunden werden. Außerdem sollte ausgedehntes Grünland als typisches Element der alpinen Kulturlandschaft erhalten und gefördert werden, heißt es in dem Positionspapier der Allianz für die Alpen vom 25. Mai 2012. Werden diese Forderungen nicht berücksichtigt, gerät auch die biologische Vielfalt in den Alpen in Gefahr, befürchten die Verbände. [DNR, i.h.]

DNR: Landwirtschaft in den Bergen stärken

Positionspapier Alpine Vielfalt erhalten (pdf)