Niederländische AutofahrerInnen zahlen künftig für jeden gefahrenen Kilometer
Klima & Energie, Verkehr & Luft & Industrie
In den Niederlanden ist derzeit ein Gesetz in Bearbeitung, wonach AutofahrerInnen ab 2012 eine Abgabe pro gefahrenen Kilometer zahlen müssen. Dafür entfallen die Kfz-Steuer und die Steuer beim Autoankauf.Ziel des neuen Gesetzes ist es, die CO2-Emissionen zu reduzieren und das Staupotential zu verringern. Der niederländische Verkehrsminister, Camiel Eurlings, erwartet sich eine 15%-ige Reduktion der gefahrenen Kilometer und einen verstärkten Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Höhe der Abgabe pro Kilometer soll bei Pkws von der Höhe der CO2-Emissionen und bei anderen Fahrzeugen vom Gewicht abhängen. Bestimmte Fahrzeuge wie Motorräder, Taxis und Busse sind von der Gebühr befreit. Für im Ausland zugelassene Fahrzeuge wird es ein alternatives System geben. Bei herkömmlichen Personenkraftwagen ist zunächst eine Abgabe von drei Cent pro gefahrenen Kilometer angedacht. 2018 soll sich die Abgabe auf 6,7 Cent erhöhen. Zuschläge für bestimmte Verkehrszonen und -zeiten könnten jederzeit eingeführt werden. Um die gefahrenen Kilometer erfassen zu können, wird in jedes Fahrzeug ein GPS-Chip eingebaut, der die Daten an eine zentrale Erfassungsstelle weiterleitet. Laut Angaben des niederländischen Verkehrsministeriums ergeben sich für die Mehrheit der Bevölkerung Kostenvorteile durch die geplanten Maßnahmen. Die Einnahmen der Steuer sollen direkt in den Ausbau von Straßen, Schienen und anderer Verkehrsinfrastruktur fließen.
Pressebericht der Regierung (de)
The Environmental Transport Association (ETA)
Artikel auf EurActiv.com