Nordrhein-Westfalen wird „gentechnikfreie Region“

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Nordrhein-Westfalen derzeit frei von Agro-Technik.

Ein Großteil der deutschen VerbraucherInnen lehnt Gentechnik in Lebensmitteln ab. Diese Verweigerung der Agro-Gentechnik durch die BürgerInnen in Nordrhein-Westfalen findet jetzt auch politische Unterstützung. Mit einem gemeinsamen Antrag der SPD und des Bündnisses 90/Die Grünen wurde Nordrhein-Westfalen zur „gentechnikfreien Region in Europa“ erklärt.

Die PolitikerInnen verurteilen den Anbau von gentechnisch manipulierten Pflanzen in ihrem Bundesland aufs Schärfste: „Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen steht im Konflikt mit der konventionllen und biologischen Landwirtschaft und damit mit der Existenzgrundlage und dem Betriebsmodell nahezu aller LandwirtInnen in Nordrhein-Westfalen. Eine Koexistenz, das heißt ein Nebeneinander von gentechnikfreier Landwirtschaft und dem Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen, ist nicht möglich. Im Gegenteil: Bereits aufgetretene Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Organismen stellen eine reale ökonomische Bedrohung für LandwirtInnen und Handel dar.“

Aktuell gibt es in Deutschland rund 200 gentechnikfreie Regionen bzw. Initiativen, an denen sich rund 30.000 LandwirtInnen beteiligen, so die PoltikerInnen in ihrer Aussendung. Das entspricht einer Fläche von rund 1 Million Hektar. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es 22 gentechnikfreie Regionen und Initiativen mit 29.000 Hektar landwirtschaftlich bewirtschafteter Fläche.

Auch in Bremen herrscht starker Widerstand gegen Gen-Food. Rund 100 Bauern, die insgesamt mehr als zwei Drittel der Fläche dieses Bundeslandes bewirtschaften, schlossen sich vor Kurzem zusammen und gründeten eine „gentechnikfreie Region“.

NRW und Bremen sind gentechnikfrei
Landtag Nordrhein-Westfalen: Antrag der SPD und Bündnis 90/Die Grünen
European GMO-Free Regions Network (en)