NRW-Verbraucherportal stellt Lebensmittelverstöße ins Netz
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (NRW) hat am Montag (3.9.2012) gemeinsam mit VertreterInnen des Landkreistages und des Städtetages eine Transparenzoffensive gestartet, durch die VerbraucherInnen über Ergebnisse der landesweiten Lebensmittelkontrollen informiert werden.So werden künftig auf einem eigenen Internet-Portal vom Land NRW und den Kommunen Datensätze veröffentlicht, wenn entsprechende Grenzwerte von unerwünschten Stoffen bei Lebensmitteln und Futtermitteln überschritten oder gravierende Verstöße gegen Kennzeichnungs- und Hygienevorschriften festgestellt wurden. Voraussetzung für die Veröffentlichung ist, dass die Verstöße mit einem Bußgeld von mindestens 350 Euro geahndet werden.
KonsumentInnen können sich so darüber informieren, welche Lebensmittel betroffen sind und wer sie in Verkehr gebracht hat. Sie können weiters erfahren, in welchem Betrieb Hygienemängel oder falsche Kennzeichnungen gefunden wurden. "Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht auf gute und sichere Lebensmittel, deshalb ist es richtig, hier für Transparenz zu sorgen", sagte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel bei der Vorstellung der neuen landesweiten Datenbank in Essen. "Wir müssen entscheiden können, welche Lebensmittel wir kaufen, wo wir sie einkaufen oder wo wir ein Restaurant besuchen oder wo wir das nicht tun, weil uns die Rahmenbedingungen nicht gefallen. Transparenz ist der Schlüssel, damit Verbraucherinnen und Verbraucher eigenständige Entscheidungen treffen können."
Ministerium für Verbraucherschutz, Nordrhein-Westfalen: Pressemitteilung
NRW-Verbraucherschutzportal Lebensmitteltransparenz