Oberösterreich: 16 Natura 2000-Gebiete wurden nachnominiert
Natur & Biodiversität, Umweltrecht
Die oberösterreichischen Landesregierung hat am 1. Dezember 2014 insgesamt 16 Natura 2000-Gebiete nachnominiert. Der Umweltdachverband begrüßt diese Maßnahme als ersten Schritt in die richtige Richtung.„Ich sehe das auch als Signal für andere Bundesländer, die diesbezüglich noch säumig sind, endlich zu handeln. Immerhin hat die EU-Kommission die Republik Österreich wegen ihres unvollständigen Natura 2000-Netzwerks bereits gemahnt“, sagt Franz Maier, neuer ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes.
Nominiert werden unter anderem folgende Gebiete: Machland Nord, Unteres Steyr- und Ennstal, Bäche in den Steyr- und Ennstaler Voralpen, Schluchtwälder der Steyr- und Ennstaler Voralpen, Eferdinger Becken, Leitenbach, Naturschutzgebiet Gerlhamer Moor sowie Wiesengebiete im Mühlviertel.
Diesem Ausweisungsschritt müssen allerdings noch weitere folgen, fordert der Umweltdachverband, da die Ausweisungen bis dato flächenmäßig noch unzureichend seien. So würden in dieser ersten Nachnominierungstranche nach wie vor Waldgebiete für Luchse oder Fledermäuse fehlen sowie wichtige Flächen für Bürstlingsrasen und Bergmähwiesen. Eines der hochwertigsten Naturgebiete in Oberösterreich, das Warscheneck, wurde ebenfalls noch nicht als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen.
Bereits im März 2015 soll der Ausweisungsstand in Österreich bewertet werden. VertreterInnen der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur, der österreichischen Behörden, der Wissenschaft und der NGOs werden die Nachnominierungsvorschläge nochmals fachlich überprüfen und entscheiden, ob die Schutzgüter im österreichischen Natura 2000-Netzwerk ausreichend repräsentiert sind.