OECD prognostiziert 3,6 Millionen Tote pro Jahr durch Feinstaub

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Der neue Umweltbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeichnet ein düsteres Zukunftsbild und warnt vor den „Konsequenzen des Nichthandelns“.

Die zunehmende Bevölkerung und das Wirtschaftswachstum seien „mit erheblichen Kosten für die Umwelt verbunden. Natürliche Ressourcen wurden und werden weiter ausgebeutet, und die Dienste, die diese Naturgüter leisten, sind bereits durch Umweltbelastungen beeinträchtigt“.

Die WissenschafterInnen warnen davor, dass „in den kommenden Jahrzehnten unsystematische Einzelfortschritte (zum Schutz der Umwelt), wie wir sie bislang erzielt haben, nicht mehr ausreichen“ werden.

Der Umweltausblick 2050 befasst sich mit vier großen Themen: Klimawandel, biologische Vielfalt, Wasser und gesundheitliche Auswirkungen von Umweltbelastungen.

So wird zum Beispiel der Energieverbrauch in den nächsten vier Jahrzehnten weltweit um 80 Prozent zunehmen, prognostizieren die WissenschafterInnen. Rund 85 Prozent der Energie würde weiterhin durch fossile Brennstoffe gewonnen werden. Das würde zu einem rund 50-prozentigen Ansteigen der Treibhausgasemissionen führen und zu einer Verschlechterung der Luftverschmutzung.

Diese würde damit zu der größten Ursache für umweltbedingte Todesfälle werden: 3,6 Millionen Menschen würden dann jährlich an den Folgen der Luftverschmutzung sterben, die meisten davon in China und Indien. In den OECD-Ländern würde die Luftverschmutzung vor allem durch bodennahes Ozon verursacht werden.

Der vollständige Bericht in englischer Sprache sowie eine deutsche Kurzfassung stehen online auf der Webseite der OECD zur Verfügung.

OECD Pressemitteilung
OECD Environmental Outlook to 2050: The Consequences of Inaction
OECD Environmental Outlook – deutsche Zusammenfassung (pdf)