Plattform Anders Handeln: Öffentliche Auftragsvergabe in der EU könnte 384.000 Arbeitsplätze schaffen, 9 % Emissionen senken

Eine neue Studie betont das Potenzial der öffentlichen Auftragsvergabe in der EU für den Klimaschutz und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Durch die Anwendung von Nachhaltigkeits- und Regionalisierungskriterien hätten die EU-Staaten 9 % der Treibhausgasemissionen in der öffentlichen Beschaffung reduzieren und 384.000 neue Jobs schaffen können. Insbesondere CO₂-intensive Produkte wie Stahl, Aluminium und Fahrzeuge könnten hiervon profitieren. Die Plattform Anders Handeln unterstützt die Forderung nach einem "Buy European and Sustainable Act", um diese Potenziale zu nutzen.

Die Studie ruft auch zu einer Umkehr in der EU-Handelspolitik auf, weg von neoliberalen Abkommen hin zu einer Wirtschaftsrelokalisierung. Dies würde nicht nur die Klimakrise bekämpfen, sondern auch soziale Ungleichheiten verringern. Kritik wird an Handelsabkommen wie dem EU-Mercosur-Abkommen geübt, während die Forderung nach einer Wirtschaftspolitik im Einklang mit den Interessen von Mensch und Umwelt verstärkt wird.

Vertreter:innen von Gewerkschaften und NGOs betonen die Bedeutung eines "Buy European and Sustainable Act" für eine sozial-ökologische Transformation und fordern einen Umbau der Wirtschaft, der auf Emissionsreduktion und regionaler Entwicklung basiert.

Studie: "Buy European and Sistainable Act: accelerating the low-carbon transition in the European Union", May 2024

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