Öffentliche Konsultation zum Null-Schadstoff-Aktionsplan
28. Jan 21
Sämtliche EU-Bürger*innen und die breitere Gemeinschaft von Interessengruppen sind eingeladen, in der öffentlichen Konsultation ihre Ansichten zu äußern - insbesondere diejenigen, die von Umweltverschmutzung und den damit verbundenen Regelungen betroffen sind.
Ziel dieser Konsultation ist es, die Ansichten von Bürger*innen und Interessengruppen zu einem EU-Aktionsplan „Auf dem Weg zu einem umweltfreundlichen Ziel für Luft, Wasser und Boden“ zu sammeln. Entsprechend dem European Green Deal muss die EU zum Schutz der Bürger und Ökosysteme Europas auf ein Ziel ohne Umweltverschmutzung hinarbeiten und die Verschmutzung durch Luft, Wasser, Boden und Konsumgüter besser verhindern und beseitigen. Um diese miteinander verbundenen Herausforderungen anzugehen, wird die EU-Kommission in diesem Jahr einen Null-Schadstoff-Aktionsplan verabschieden.
Zu den relevanten Interessengruppen zählen EU-Mitgliedstaaten einschließlich ihrer zuständigen Behörden, andere EU-Institutionen wie das Europäische Parlament, der Ausschuss der Regionen und der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss sowie relevante EU-Agenturen, internationale Organisationen, Beteiligte regionaler Seekonventionen, regionale und lokale Behörden - unter anderem über relevante Netzwerke und Verbände, Sozialpartner*innen, EU- und nationale Verbraucherorganisationen, Nichtregierungorganisationen und andere Organisationen der Zivilgesellschaft (insbesondere in Bereichen wie Gesundheit, Umwelt, Verkehr und Klima) - sowie Hochschulen und Forschungsinstitute, welche sich mit der Umwelt- und Klimapolitik der EU sowie mit den Folgen für Gesundheit und Umwelt beschäftigen.
Weitere Adressat*innen der Konsultation sind Unternehmen und Fachkräfte (insbesondere KMU) in Schlüsselsektoren (z.B. Umwelt, Verkehr, Klima, Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit, Aquakultur und Fischerei, Lebensmittel, Energie und andere Branchen, einschließlich Rohstoffe erzeugende bzw. energieintensive Branchen) und ihre jeweiligen Branchenverbände, Unternehmen unterstützende Organisationen wie Cluster, Gründerzentren, Technologiezentren, insbesondere im Bereich der sauberen und kohlenstoffarmen Wirtschaft, sowie Finanzinstitute, vor allem jene, die sich mit umweltfreundlicher Finanzierung befassen.
Hohe Folgekosten von Umweltverschmutzung
Trotz wichtiger Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten stellt Umweltverschmutzung zulasten von EU-Bürger*innen und Ökosystemen immer noch ein erhebliches Problem dar. Umweltverschmutzung verursacht physische und auch psychische Erkrankungen und ist einer der fünf Haupttreiber für den Verlust der biologischen Vielfalt. Die Umweltverschmutzung verursacht hohe Kosten, einschließlich gesundheitsbezogener Kosten (Gesundheitsversorgung, verlorene Arbeitstage, Produktivitätsverlust), verringerter Erträge (z.B. in Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus), Sanierungskosten (z.B. Wasseraufbereitung, Bodendekontamination, Meeresverschmutzung) sowie Kosten infolge des Verlusts von Ökosystemleistungen (z.B. Bestäubung).