Ökobüro: SDG-Index 2017 veröffentlicht

„Eine große Herausforderung wird das Monitoring der SDGs darstellen“ – zu dieser Schlussfolgerung kam die Statistik Austria 2016 in ihrem statistischen Arbeitsprogramm. Neben großen staatlichen und internationalen statistischen Komitees widmen sich auch NGOs und Wissenschaft der Frage, wie ein aussagekräftiges Monitoring zu den Zielen gestaltet werden kann. Der SDG-Index der Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem Sustainable Development Solutions Network (SDSN) liefert wichtige Beiträge in der Diskussion um aussagekräftige Indikatoren zur Verfolgung der Ziele (und Zielerreichung). Er ist im Juli 2017 in überarbeiteter Version zum zweiten Mal erschienen.

Der Blick auf die Länderportraits lässt interessante Rückschlüsse zu. Für Österreich zeigt sich beispielsweise - auch im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten wie Tschechien, Schweden oder Dänemark - im SDG 13 (Climate Action) Handlungsbedarf. Auch bei „spillover indicators“ schneidet Österreich oft schlecht ab. Zu diesen Indikatoren, mit denen die „importierten“ Umweltauswirkungen sichtbar gemacht werden sollen, gehören u.a. Stickstoff- und CO2-Emissionen oder Biodiversitätsverluste, die außerhalb der eigenen Landesgrenzen verursacht werden.

Aufschlussreich sind auch die identifizierten „Data Gaps“ und der Vergleich von Weltregionen. Aus den Dashboards werden strukturelle Aspekte ersichtlich – etwa gute Lebensbedingungen bei hohen Umweltbelastungen in den OECD-Ländern, die beinah gegenteilige Bedingungen in anderen Weltregionen gegenüberstehen (Bild: oben OECD Dashboard/unten Subsahara-Afrika Dashboard). Das bringt die Komplexität der Herausforderungen, ihre globale Dimension und die Untrennbarkeit von sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten deutlich zum Ausdruck.

 

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