Ökodesign- und Energiekennzeichnungs-Richtlinie: Neue Regeln für Heizgeräte

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Seit dem 26. September 2015 gelten für Heizgeräte neue Regeln im Rahmen der Ökodesign- und Energiekennzeichnungs-Richtlinie. Heizgeräte, zu denen Warmwasserbereiter, -speicher und Raumheizgeräte zählen, müssen jetzt bestimmte Energieeffizienzstandards erfüllen.

„Die CO2-Einsparungen, die dadurch entstehen, sind enorm“, sagt Sibylle Egger, Expertin der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000. „Viele Heizungsanlagen sind veraltet und nicht mehr effizient.“ Denn Heizgeräte, deren Energieeffizienz unter 86 Prozent liegen, dürfen bis auf wenige Ausnahmen jetzt nicht mehr verkauft werden.

„Durch diese neue Maßnahme, welche nach jahrelangen Verhandlungen endlich in Kraft tritt, werden zukünftig 136 Millionen Tonnen CO2 eingespart“, sagt Egger. Laut Angaben der Kampagnengruppe Coolproducts wäre das so, als ob rund 58 Millionen Autos weniger auf den Straßen fahren würden.

Gemäß der Energiekennzeichnungs-Richtlinie bekommen die Heizgeräte ein Energielabel, ähnlich dem bereits bekannten Label von Haushaltsgeräten, Fernsehern und Leuchtmitteln.

Laut Angaben von Global 2000 werden rund 15 Prozent der EU 2020 Energieeffizienzziele allein durch diese Regelung erreicht. Das Energie-Äquivalent von 47 Atomkraftwerken des Typs Fukushima wird dadurch eingespart.

Global 2000 Pressemitteilung
Cool Products Kampagne (en)