Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Anstoß für eine grüne Wende in den USA?

Klima & Energie

Als Konsequenz aus der Ölpest im Golf von Mexiko hat US-Präsident Barack Obama am 15. Juni 2010 ein Umdenken in der Energiepolitik gefordert.

In einer Rede an die Nation kündigt US-Präsident Barack Obama ein Umdenken in der amerikanischen Energiepolitik an. Ziel müsse es sein, die Abhängigkeit von ausländischem Erdöl zu reduzieren und die Wirtschaft durch grüne Jobs anzukurbeln. Die Zeit des billigen Öls neige sich dem Ende zu, erkennt nun auch Obama.
Seit Jahrzehnten rede das Land darüber, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu überwinden, nun sei es an der Zeit zu handeln. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko habe auf schmerzhafte Weise verdeutlicht „dass die Zeit, eine saubere Energiezukunft anzugehen, jetzt ist“. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bedrohe die Volkswirtschaft und die nationale Sicherheit, so der US-Präsident. Obama sieht in der grünen Wende daher eine „nationale Mission“, in der die USA „die Kontrolle über ihre Zukunft wiedererlangen müssen“.

Wie genau das geschehen soll, erläuterte der US-Präsident nicht. Obama verwies auf das Energie- und Klimagesetz, das im Repräsentantenhaus im Juni 2009 verabschiedet wurde, derzeit aber noch keine Mehrheit im Senat gefunden hat. Dem Gesetz zufolge sollen bis 2020 20 Prozent des US-Stroms aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden und der Ausstoß an Treibhausgasen um 17 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2005 gesenkt werden. Er sei offen für neue Vorschläge, sagte Obama in seiner Rede. Nur eines akzeptiere er nicht: „Nichts zu tun.“

Rede Obama
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