Ölteppich im Golf von Mexiko – Kein Ende in Sicht
Natur & Biodiversität
Fast ein Monat ist es her, dass die Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko gesunken ist. Seither fließen täglich unzählige Liter Öl ins Meer und werden für Tiere und Pflanzen zu einer tödlichen Bedrohung. Ein Fünftel des ausströmenden Öls wird mittlerweile abgepumpt, so der britische Öl-Konzern BP. Das bedeutet, dass vier Fünftel – 80 Prozent – noch immer das Meer verschmutzen, etwa 640.000 Liter pro Tag (Quelle: netplosiv, Yale Gilbert).Für das kommende Wochenende hat BP einen neuerlichen Versuch angekündigt, die Ölquelle komplett zu schließen.
Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Ölteppich die Küste erreicht und ein ökologischer Supergau droht. "Wenn die Löcher nicht abgedichtet werden, wird das hier die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten", sagt der Meeresbiologe Mobi Solangi vom Marine Life Oceanarium in Gulfport im Bundesstaat Mississippi. Die Ölpest bedroht Naturschutzgebiete von Alabama bis Florida. Viele Vogelarten brüten gerade in den Küstenregionen, Meeresschildkröten haben ihre Brutplätze an den Stränden, und unzählige andere Tier- und Pflanzenarten sind akut gefährdet. Mehr als 2.500 Menschen sind mittlerweile in die Rettungsmaßnahmen involviert.
Weitere Informationen
Artikel Financial Times Deutschland
Zeit „Ökosystem im Öl“
Artikel NZZ online
Artikel Wikipedia