ÖROK-Daten zeigen massiven Flächenfraß – WWF fordert verbindlichen Bodenschutz

Die aktuellen Daten der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) zeigen, dass der tägliche Bodenverbrauch in Österreich mit rund 6,5 Hektar weiterhin massiv über dem seit Jahrzehnten formulierten Nachhaltigkeitsziel von 2,5 Hektar liegt. Durch die verbesserte Messmethode werden Verbauung und Versiegelung genauer erfasst – und bestätigen ein deutliches Überschreiten des Zielpfads. Für den WWF ist klar: Angesichts dieser Entwicklung braucht es ein entschiedenes Vorgehen gegen den anhaltenden Flächenfraß.

Laut ÖROK nahm die beanspruchte Fläche allein zwischen 2022 und 2025 um weitere 71 Quadratkilometer zu. Österreich nutze seine begrenzten Böden damit weiterhin übermäßig, obwohl die alpine Topographie eigentlich einen besonders sparsamen Umgang erfordern würde. Der WWF warnt vor einem „Weiter wie bisher“ und mahnt strukturell wirksame Reformen ein, um den Trend zu stoppen.

Um wirksamen Bodenschutz zu gewährleisten, verlangt der WWF von Bund und Ländern einen verbindlichen Bodenschutz-Vertrag, der klare Obergrenzen für den Bodenverbrauch definiert und eine ökologisch ausgerichtete Raumplanung sicherstellt. Ergänzend fordert die Organisation eine Reform des Steuersystems – etwa bei der Kommunalsteuer – sowie den Abbau umweltschädlicher Subventionen, um flächensparende Entscheidungen zu fördern.

Presseaussendung WWF, 1.12.2025