Österreich einziger EU-15 Staat, der sein Kyoto-Ziel verfehlt

Klima & Energie

Laut dem jährlichen Fortschrittsbericht der Kommission zu den Treibhausgasemissionen wird Österreich seine Kyoto-Vorgabe um 12,9% verfehlen.

Gesamt gesehen, werden die 15 Länder, die zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls EU-Mitgliedsstaaten waren (EU-15), ihr Kyoto-Ziel im Zeitraum 2008 - 2012 eine Emissionsverringerung zum Basisjahr (meist 1990) um 8%, erreichen. Der Fortschrittsbericht der Kommission zeigt, dass die bereits bestehenden Regelungen und durchgeführten Maßnahmen die Emissionen der EU-15 voraussichtlich um 6,9% unter die Basiswerte verringern werden. Weitere 2,2% kommen durch den von Mitgliedstaaten geplanten Ankauf von Gutschriften aus emissionsmindernden Projekten in Drittländern hinzu. Damit würden sich die Emissionsverringerungen der EU-15 auf etwa 9% belaufen, womit der Sollwert der EU-15 für Kyoto übererfüllt wäre. Mit dem Erwerb von Zertifikaten und Gutschriften im Rahmen des EU-EHS, ließe sich voraussichtlich eine Verringerung um weitere 1,4 % erreichen. Durch geplante Aufforstungs- und Wiederaufforstungsarbeiten zur Schaffung biologischer Senken für die Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre, wäre eine zusätzliche Reduzierung um 1,0 % möglich.

Für die EU-27 gibt es keine gemeinsamen Emissionsziele. Zehn der zwölf Mitgliedstaaten, die der EU 2004 bzw. 2007 beigetreten sind, unterliegen nach dem Kyoto-Protokoll individuellen Verpflichtungen, ihre Emissionen für 2008-2012 um 6 % bzw. 8 % unter die Basisjahreswerte zu senken. Nur Zypern und Malta haben keine Emissionsziele. Die Emissionen der EU-27 sind derzeit um 13,6 % niedriger als im Basisjahr.

Fortschrittsbericht der Kommission
Presseaussendung mit Übersichtstabelle
Website GD Umwelt