Österreich sichert sich russisches Gas

Klima & Energie

Österreich hat sich dem vom russischen Gazprom-Konzern gesponserten South-Stream-Gaspipelineprojekt angeschlossen.

Plus zwei Milliarden Kubikmeter russisches Gas pro Jahr – dies sieht der Vertrag vor, mit dem Österreich sich am South-Stream-Projekt beteiligt, einem „Konkurrenzprojekt“ für die umstrittene Nabucco-Pipeline. Bereits heute deckt Österreich 60% seines Gasbedarfes mit russischem Gas.

Fixiert wurde die österreichische Beteiligung bei einem Treffen von Bundeskanzler Werner Faymann mit dem russischen Premierminister Vladimir Putin am 24. April 2010. Damit ist Österreich das siebente Land, das die 900 Kilometer lange Pipeline unterstützt - neben Kroatien, Bulgarien, Serbien, Ungarn, Griechenland und Slowenien.

Putin nutzte die Vertragsunterzeichnung in Wien, um das von der EU gesponserte Nabucco-Projekt ins Lächerliche zu ziehen und zu kritisieren. Bundeskanzler Werner Faymann sieht keinen Konflikt zwischen den beiden Projekten, Österreich sei schlicht an einer vielfältigen Gas-Versorgung interessiert.

Am Tag vor der Unterzeichnung, dem 23. April, wurden interessante Details bezüglich der Nabucco-Pipeline öffentlich. So soll 2011 mit dem 7,9 Milliarden teuren Bau der Nabucco-Pipeline begonnen werden und 2014 das erste Gas fließen.

Weitere Informationen (en)
Pressekonferenz - Faymann und Putin (en)
Presseaussendung Nabucco-Pipeline (en)
Presseaussendung „erstes Gas 2014“ (en)