Österreich startet Ratifizierung des Weltklimavertrags
Das Klimaschutzabkommen wurde gestern, Dienstag, im Ministerrat genehmigt und damit offiziell von der österreichischen Bundesregierung angenommen. Österreich zählt zu den ersten EU-Mitgliedstaaten, die den Prozess der Ratifizierung formell gestartet haben.
Das Übereinkommen hat zum Ziel den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2° C, wenn möglich auf 1,5° C zu begrenzen. Das Übereinkommen tritt in Kraft, wenn mindestens 55 Staaten, die zusammen mindestens 55 % der globalen Treibhausgasemissionen verursachen, ratifiziert haben. Aktuell haben dies weltweit 17 Staaten.
Ungarn ist aktuell der einzige EU-Mitgliedsstaat, der die Ratifikation bereits abgeschlossen hat, Frankreich folgt noch vor dem Sommer. In der EU ist der Prozess dann abgeschlossen, wenn alle 28 Mitgliedsländer und die EU das Klimaabkommen offiziell verabschiedet haben.
„Die Ratifizierung des Weltklimavertrags ist lobenswert, doch der Erfolg wird sich an der Umsetzung von klar definierten Regierungszielen messen. Eine zukunftsfähige Klima- und Energiestrategie muss auf drastische Reduktion des Energieverbrauchs, Erhöhung der Energieeffizienz und einen naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren fokussieren, ambitionierte, langfristige Ziele verfolgen und Rechts- und Planungssicherheit bieten. Die Chance, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen, muss genutzt werden“, so Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes in einer heutigen Presseaussendung.