Österreich verweigert Bekanntgabe von Seriennummern der gestohlenen Emissionshandels-Zertifikate

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Mangelnde Transparenz schwächt das Vertrauen der Händler nach Wiederaufnahme des Handels mit Emissionszertifikaten.

Anfang Jänner wurden durch eine Cyber-Attacke auf das österreichische Emissionshandelsregister rund 500.000 Emissionshandelszertifikate gestohlen und auf Konten in Schweden und Liechtenstein transferiert. Diese Konten wurden mittlerweile gesperrt, dadurch ist sichergestellt, dass diese Zertifikate nicht illegal gehandelt werden können.

Das Umweltbundesamt verweigert jedoch die Bekanntgabe der Seriennummern dieser gestohlenen Zertifikate. Diese mangelnde Transparenz würde mit dazu beitragen, dass das Vertrauen der Händler in die zum Kauf zur Verfügung stehenden Emissionszertifikate erschüttert sei, berichtet die online Zeitschrift „businessGreen“ in einem Artikel über die Wiederaufnahme der Handelstätigkeit mit den Zertifikaten am vergangenen Freitag. Die Nachfrage nach den Zertifikaten sei unter anderem deshalb im Moment eher gering, die Händler fürchten den unwissentlichen Kauf gestohlener Zertifikate.

Fünf der 27 EU-Staaten bekamen von der EU-Kommission die Erlaubnis, den Handel letzten Freitag wieder aufzunehmen, da sie die Sicherheitsmaßnahmen ihrer Computernetzwerke erhöht hätten.

Im österreichischen Emissionshandelsregister werden zur Zeit zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen implementiert.

BusinessGreen.com: Austria refuses to identify stolen carbon credits. (en)
Umweltbundesamt - weitere Informationen