Österreichs Badewasserqualität erneut europaweit im Spitzenfeld
Der Bericht bestätigt die hervorragende Wasserqualität in Österreich. So sind von den insgesamt 260 untersuchten heimischen Badestellen 251, das entspricht 96,5 Prozent, als „ausgezeichnet“ klassifiziert. Sieben Stellen sind mit „gut“ bewertet. Die Qualität von einer Stelle war „ausreichend“. Nur eine Stelle wies „mangelhafte Badewasserqualität“ auf. Damit erfüllen 259 von 260 untersuchten Badestellen, beziehungsweise 99,6 Prozent, die Zielvorgaben der EU. Die 260 untersuchten Badestellen verteilen sich 2025 wie folgt auf die Bundesländer: Burgenland 20, Kärnten 32, Niederösterreich 28, Oberösterreich 43, Salzburg 37, Steiermark 32, Tirol 35, Vorarlberg 16, Wien 17. Zahl und Verteilung der Stellen entsprechen dem Jahr 2024. Die Gewässer mit den meisten untersuchten Stellen waren der Bodensee in Vorarlberg mit zehn Stellen, die Neue Donau in Wien mit neun sowie die Alte Donau in Wien, der Neusiedlersee im Burgenland und der Attersee in Oberösterreich mit jeweils sieben Stellen.
Österreich auf Platz vier in Europa
Gemessen am Anteil der als „ausgezeichnet“ klassifizierten Stellen liegt Österreich mit 96,5 Prozent – so wie im Vorjahr – am vierten Platz der 29 gemäß den Vorgaben der Badegewässer-RL untersuchten Länder. Berücksichtigt wurden die 27 EU-Staaten sowie Albanien und die Schweiz. An der ersten Stelle liegt, wie im Vorjahr, Zypern mit 100 Prozent, gefolgt von Griechenland mit 97,1 Prozent und Bulgarien mit 96,9 Prozent. Im Jahr 2025 wurden europaweit 22.288 Messstellen an Badegewässern untersucht.
Seendialog Wörthersee verbindet Nutzung, Badequalität und Gewässerschutz
Von der Einstufung der Badewasserqualität abweichen kann der „ökologische Zustand“ eines Gewässers, der die Abweichung vom natürlichen Zustand des Ökosystems misst. Dieser Parameter wird gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie und Österr. Wasserrechtsgesetz erhoben und im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) veröffentlicht. Der Entwurf des nächsten NGP wird Ende des Jahres veröffentlicht und einer 6-monatigen Öffentlichkeitsbeteiligung unterzogen. Am Beispiel des Wörthersees zeigt sich, dass ausgezeichnete Badewasserqualität und ein gleichzeitig nur mäßiger ökologischer Zustand zusammenfallen können. Gründe dafür sind unter anderem steigender Nutzungsdruck sowie klimawandelbedingt höhere Wassertemperaturen. Um ökologische Anforderungen und Nutzungsinteressen besser in Einklang zu bringen, wurde vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gemeinsam mit dem Land Kärnten der „Seendialog Wörthersee“ ins Leben gerufen. In dieser Plattform sollen ökologische Überlegungen und Nutzungsinteressen auf einen Nenner gebracht werden, um daraus nachhaltige und tragfähige Maßnahmenkonzepte zu entwickeln. Im Rahmen dieses breit angelegten Beteiligungsprozesses werden gemeinsam mit Interessensgruppen nachhaltige und tragfähige Maßnahmen für die Zukunft des Sees entwickelt.
Totschnig/Königsberger-Ludwig: Österreichs Badewasserqualität erneut europaweit im Spitzenfeld