Ohne Gentechnik (OGT) Donauraum Standards fertiggestellt

Unter Einbeziehung von 15 Nationen wurden in einem einjährigen partizipativen Prozess regional harmonisierte Standards für Ohne Gentechnik (OGT) für den Donauraum entwickelt: ein Standard zur Definition GVO-freier Produktion von Lebensmitteln und deren Kennzeichnung und ein weiterer Standard zur Risiko-basierten Kontrolle GVO-freier Produktionsprozesse. Mit der Übergabe der Dokumente an die zuständigen Agrarminister wurde ein weiterer Schritt zur Harmonisierung von Regelungen der Gentechnik-Freiheit in Europa gesetzt.


Die Standards gelten für die Herstellung pflanzlicher Lebensmittel, aber auch für Produkte tierischer Herkunft. Einen Flaschenhals bilden tierische Produkte, bei denen Soja als Futtermittel zum Einsatz kommt. Ein Äquivalent von 40 Millionen Tonnen Sojabohne und Sojaschrot wird jährlich nach Europa importiert – der Großteil noch gentechnisch verändert. Nachhaltigkeit, Regionalität und Gentechnik-Freiheit wird für KonsumentInnen in Europa immer wichtiger und motiviert Unternehmen ihre Produktionspolitik danach auszurichten. Daher ist ein regional harmonisierter, klarer und praktisch umsetzbarer OGT Standard auch für das Donau Soja Qualitätsprogramm von großer Bedeutung, um die Gentechnikfreiheit aller Bestandteile von Sojaprodukten, Futtermitteln und verarbeiteten tierischen Produkten mit dem Qualitätszeichen „Donau Soja" oder „Europe Soya" zu gewährleisten.


„Mit der Übergabe der OGT Donauraum Standards an die Minister der beteiligten Länder haben wir einen Meilenstein erreicht – durch den vermehrten Anbau von GVO-freien Proteinpflanzen in Europa und einem immer stärker werdenden Wunsch der KonsumentInnen ist eine Harmonisierung der Gentechnikfrei Regelungen in Europa essenziell. Die OGT Donauraum Standards können eine Signalwirkung in Richtung einer europaweiten Harmonisierung aussenden.", sagt Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja.

 

Umweltbundesamt Pressemitteilung