Ombudsfrau untersucht Expertengruppen der Kommission

Die Europäische Ombudsfrau, Emily O'Reilly, hat eine Untersuchung aus eigener Initiative zur Zusammensetzung und Transparenz von Expertengruppen der Europäischen Kommission eingeleitet. In einem ersten Schritt bittet sie interessierte Personen und Organisationen um Rückmeldung dazu, wie ausgewogen relevantes Expertenwissen und Interessen in unterschiedlichen Gruppen vertreten sind, wie transparent die Gruppen arbeiten und wie gut die Verfahren zur Aufnahme von Mitgliedern funktionieren.
Mit Hilfe der öffentlichen Konsultation will die Ombudsfrau herausfinden, welche Expertengruppen möglicherweise eine unausgewogene Interessensvertretung aufweisen, ob die Ernennung von Mitgliedern in "persönlicher Eigenschaft" problematisch ist und ob Expertengruppen so transparent wie möglich arbeiten.

Die Konsultation läuft noch bis zum 31. August 2014 und wird auch in deutscher Sprache durchgeführt.

Eine spezifische Untersuchung über Expertengruppen wird im Bereich Agrarpolitik durchgeführt. Die Kommission (DG AGRI) ist gerade dabei, 14 "Gruppen zum Zivildialog" einzurichten, die als Beratungsgremien im Bereich der gemeinsamen Agrarpolitik dienen sollen. Mehr als ein Drittel des EU-Haushaltes fließt in diesen wichtigen Bereich. Die Ombudsfrau hat deshalb eine Untersuchung zur Zusammensetzung dieser Gruppen eingeleitet, um eine ausgewogene Vertretung von wirtschaftlichen und nicht-wirtschaftlichen Interessen zu gewährleisten.

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