Ostseepipeline: NGO-Klage verzögert Bau der Ostseepipeline
Natur & Biodiversität
WWF und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) klagen gegen eine Genehmigung des Nord-Stream Pipelineprojekts durch deutsche Behörden.Die Umweltverbände fordern in ihrer Klage die Aufhebung des Genehmigungsbescheids. Ihrer Ansicht nach wird das Ökosystem der Ostsee durch die geplanten Eingriffe weitaus stärker belastet als im Beschluss dargestellt. Durch Baggerungen im Trassenverlauf der Pipeline würden am Meeresboden großer Mengen Stickstoff und Phosphor freigesetzt, die zu massiven ökologischen Schäden führen könnten. Die vorgesehenen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen seien unzureichend.
WWF und BUND fordern daher die Behörden und Betreiber auf, mehr Mittel zur Verfügung zu stellen um die geplanten Eingriffe in die Meeresumwelt vollständig aus-zugleichen. Nach der Erteilung aller Genehmigungen durch die betreffenden Anrai-nerstaaten will das Konsortium Nord Stream im April 2010 mit dem Bau der ersten von zwei Gaspipelines durch die Ostsee beginnen. Die rund 7,4 Milliarden Euro kos-tende Erdgastrasse soll bis zum Jahr 2012 fertig gestellt werden und jährlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Westeuropa liefern.