Palmöl, die Zukunft der Biokraftstoffe oder das Ende der Biodiversität
Klima & Energie
Indonesien und Malaysien – die Produzenten von mehr als 85% der weltweiten Palmölproduktion - steuern einem Konflikt Industrie contra Natur entgegen. Auf Druck der Industrie werden große Teile der Wälder abgeholzt und in Palmölplantagen für die Produktion von Biokraftstoffen umgewandelt.Holzfäller nützen die Gunst der Stunde und umgehen das Rodungsverbot der Regierung unter dem Vorwand, eine Palmölplantage zu errichten. Rodungen tragen zu 40 % der jährlichen Emissionswerte bei und drängen verbleibende Tierarten in zunehmend kleinere Gebiete.
Die Kommission für Malaysische Ölpalmen (MPOC) rühmt sich, durch die Verdrängung der Tiere auf kleinere Gebiete, die Biodiversität in diesen Gebieten zu erhöhen und für Touristen leichter zugänglich zu machen.
Auf Druck internationaler Umweltorganisationen erfolgte in letzter Zeit jedoch ein Umdenken der Großfirmen. Unilever, Nestlé und Marks & Spencer haben sich verpflichtet, ab 2015 nur noch Palmöl aus nachhaltiger Produktion anzukaufen. Nun liegt es an der Indonesischen Regierung Richtlinien und Gesetze zur nachhaltigen Palmölproduktion zu verabschieden.