Pazifikinseln: Existenzbedrohung durch Klimawandel

Klima & Energie

EU stellt 89,4 Millionen Euro Hilfs- und Fördergelder zur Verfügung.
Die Pazifischen Inselstaaten und -territorien haben eine Bevölkerung von insgesamt 10 Millionen Menschen, verteilt auf Tausende von Pazifikinseln, die sich auf 1/5 der Erdoberfläche erstrecken.

Die Inseln sind äußerst isolierte Entwicklungsländer, die regelmäßig unter Naturkatastrophen leiden. So wurde zum Beispiel das einzige, auf Meeresspiegelhöhe gelegene Krankenhaus der Insel Niuatoputapu vom Tsunami im Oktober 2009 zerstört. Es ist anzunehmen, dass einige Inseln aufgrund des steigenden Meeresspiegels und der zunehmenden Erosion durch heftige Stürme untergehen werden. In Kiribati und Tuvalu würde ein Anstieg von nur 60 cm des Meeresspiegels dazu führen, dass die meisten dieser Inseln unbewohnbar werden. Rund 80% der Bevölkerung der kleinen Inselstaaten lebt außerdem in Küstengebieten, weshalb sie durch Veränderungen des Meeresspiegels oder der Witterungsbedingungen besonders gefährdet sind.

Vom 2.-4. März veranstalten die Pazifikinseln in Vanuatu eine Regionalkonferenz zum Klimawandel im Pazifikraum, an der auch Andris Piebalgs, EU-Kommissar für Entwicklungspolitik, teilnimmt. Die EU stellt den Pazifikinseln Fördergelder im Wert von knapp 90 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen die Folgen des Klimawandels und die Armut in diesen Ländern bekämpft werden sollen.

EU-Pressemitteilung