Pferdefleischskandal: Vier Pfoten kritisieren schlechte Kontrolle bei Lebensmittelbezeichnungen
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP), Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
„Der aktuelle Pferdefleisch-Skandal ist ein schwerer Rückschlag für den Verbraucherschutz, für den Tierschutz sowie die Vollzugsbehörden", sagt Nikola Furtenbach, Kampagnenleiterin bei Vier Pfoten. „Die Erfahrung zeigt: Hinter jeder Schaffung systematischer Intransparenz verbergen sich illegale Praktiken“.Bereits im Mai 2011 stoppte Vier Pfoten im Donaudelta einen Transport mit 54 wilden Pferden auf ihrem Weg zum Schlachthof. Die Tiere wurden tiermedizinisch versorgt und in das Reservat zurückgebracht. Seither ist eine neue Verordnung der rumänischen Veterinärbehörde zum Verbot von Schlachttransporten wilder Pferde in Kraft.
Die Kennzeichnung von Rindfleisch hat nach EU-Recht dem Verbraucher Informationen über die Orte der Geburt, Aufzucht und Schlachtung zu geben. Dies gilt es, angemessen zu kontrollieren. „Hier wurde nicht über die Rückverfolgbarkeit getäuscht, sondern mehr noch, über die Tierart. Wir brauchen mehr gesetzlich verbindliche Kennzeichnung und Vollzug dessen.“ Vier Pfoten fordert eine Kennzeichnung mit Angaben über den Geburtsort, denjenigen der Aufzucht und der Schlachtung für alle Tierarten, Transparenz, und Sicherheit durch entsprechende Kontrollen.