Pilotprojekt: Umwelt-Fußabdruck für Organisationen

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Das Umweltbundesamt und die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 entwickeln in einem Pilot-Projekt ein Regelwerk für die EU-weite harmonisierte Berechnung des Umwelt-Fußabdrucks von Handelsunternehmen. Die Umweltperformance von Unternehmen soll anhand geeigneter Kriterien dargestellt werden.

Neben dem Umweltbundesamt und GLOBAL 2000 sind die französische Agentur für Umweltschutz und Energie (ADEME), das italienische Amt für neue Technologien, Energie und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (ENEA), die Handelsunternehmen Carrefour, Colruyt Group und Oxylane Group (Decathlon SA) sowie das Beratungsinstitut Quantis am Projekt beteiligt.

Der Leitfaden soll eine transparente und EU-weit einheitliche Methode liefern, in der branchenspezifische Besonderheiten berücksichtigt werden, informieren das Umweltbundesamt und Global 2000 in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Dabei sollen die aussagekräftigsten Parameter herangezogen werden. Die Bandbreite reicht von einer Beurteilung des Wasser- und Flächenverbrauchs über die Beeinflussung der Biodiversität durch Nährstoffeintrag bis zu Feinstaub-Emissionen. Die Festlegung von Systemgrenzen für den Handel ist ein weiterer Bestandteil des neuen Regelwerks.

„Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Treibhausgasemissionen allein mitunter nicht genug Anhaltspunkte liefern, um Umwelteffekte von Produkten und Organisationen zu beurteilen. Deshalb beschäftigen wir uns mit der Analyse und Auswahl von maßgeschneiderten Kriterien für den Handel“, sagt Jürgen Schneider, Leiter des Bereichs Wirtschaft und Wirkung im Umweltbundesamt.

Umweltbundesamt und Global 2000 Pressemitteilung