Polens „letztem“ Kohlekraftwerk drohen gewaltige Verluste

30. Aug 18 

Der Abschied von staatlichen Beihilfen für die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen in der Europäischen Union könnte das geplante Kohlekraftwerk Ostrołęka C innerhalb weniger Jahre unrentabel machen, heißt es in einem neuen Bericht des Think Tanks Carbon Tracker.

Das Kohlekraftwerk Ostrołęka C gilt als das „letzte“ Polens und ist Teil des Plans der polnischen Regierung, die Energiesicherheit des Landes zu gewährleisten. Es wird als eine notwendige Ergänzung für erneuerbare Energien dargestellt. Beteiligte InvestorInnen könnten laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht 1,7 Milliarden Euro verlieren.

Das Projekt Ostrołęka C ist in hohem Maße von staatlicher Unterstützung für fossile Brennstoffe abhängig, die derzeit auf EU-Ebene auslaufen, um die Luftverschmutzung zu verringern und die Emissionen von Treibhausgasen einzudämmen. Eine Reform der sogenannten "Kapazitätsmechanismen" in Europa würde staatliche Beihilfen für Anlagen, die mehr als 550 Gramm CO2 pro Kilowattstunde emittieren, ausschließen – ein Schritt, der de facto eine staatliche Unterstützung für Kohle sowie einige ineffiziente Gaskraftwerke ausschließen würde.

Euractiv: Poland’s ‘last coal power plant’ faces €1.7 billion loss, analysts say