Post-Kyoto: Kommission schlägt keine Reduktionsziele vor

Klima & Energie

Als Beitrag zur Debatte rund um die Zukunft der internationalen Klimapolitik nach der ersten Kyoto-Vertragsperiode im Jahr 2012 und die Verhandlungsposition der EU legte die Europäische Kommission am 9.2.2005 eine entsprechende Mitteilung "Strategie für eine erfolgreiche Bekämpfung der globalen Klimaänderung" vor.
Darin schlägt die Kommission vor, auf die Forderung nach weiteren Reduktionszielen zu verzichten, um andere große CO2-Emittenten mit ins Boot zu bekommen. Die Möglichkeiten zum Emissionshandel sollten ausgeweitet werden und eine Technologiepolitik zur Unterstützung des nötigen Umstrukturierungsprozesses im Energie- und Verkehrsbereich müsse entwickelt werden.
Weiters müsse eine zukünftige internationale Vereinbarung alle Treibhausgase und alle Sektoren betreffen, insbesondere erwähnt die Kommission hier den See- und Luftverkehr sowie das Problem der Entwaldung.

Die Staats- und Regierungschefs der EU werden das Papier beim kommenden Frühjahrsgipfel am 22./23. März diskutieren, die konkrete Verhandlungsposition der EU für die kommenden Verhandlungen will die Kommission im Herbst 2005 vorlegen.

Kommissionswebsite Klimawandel (engl.)
Mitteilung der Kommission (COM(2005)35) (pdf 272kb)
Hintergrundpapier der Kommission (engl. pdf 732kb)
Pressemeldung Kommission
MEMO der Kommission
Pressemeldung UNICE (engl. pdf 1mb)
Pressemeldung Grüne im EP (engl.)