Protestaktionen begleiten Arbeitsbeginn der deutschen Kohlekommission

28. Juni 18

Am Dienstag hat sich die von der deutschen Bundesregierung einberufene Kohlekommission erstmals getroffen. Das ExpertInnengremium soll einen Weg für den Ausstieg Deutschlands aus der Kohleverstromung vorschlagen, einschließlich einem Ausstiegdatum und Perspektiven für die Kohleregionen. Greenpeace und das Aktionsbündnis Ende Gelände demonstrierten aus diesem Anlass jeweils für einen schnellen Kohleausstieg.

Die Sitzungen der rund 30 Mitglieder aus Politik, Verbänden, Wissenschaft und lokalen Initiativen sollen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, um eine offene Debatte zu erleichtern. Die schon länger geplante Kommission soll ihre Arbeit laut Plan bis Ende des Jahres beenden. Allerdings dauerte schon die Besetzung des Gremiums Monate, weshalb dieser Zeitplan sehr ambitioniert erscheint.

Anlässlich der ersten Sitzung der Kommission im deutschen Wirtschaftsministerium demonstrierten sowohl Greenpeace als auch Ende Gelände in Berlin. Greenpeace trat mit einer Aufsehen erregenden Aktion an der Berliner Siegessäule für "Sonne statt Kohle" ein. AktivistInnen verteilten gelbe Farbe rund um das Denkmal. Von Autos und RadfahrerInnen verteilt bildete die Farbe schließlich eine Sonne rund um die Säule.

Währenddessen gestaltete das Aktionsbündnis "Ende Gelände" den Springbrunnen im Berliner Invalidenpark, der direkt neben dem Wirtschaftsministerium liegt, zum Bug eines untergehenden Schiffes um. Von diesem „sinkenden Kohleschiff“ retteten sich die AktivistInnen symbolisch auf ein "Sofortausstiegs-Rettungsboot".

 

Klimareporter: Kohlekommission nimmt Arbeit auf