PVC durch ungefährlichere Stoffe ersetzen? Berater des Europäischen Parlamentes überschätzen Kosten massiv!

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

PVC durch ungefährlichere Substanzen wie zB Polyethylen (PE) zu ersetzen wäre sehr teuer, so ein Consultingunternehmen, das die Kosten für das Europäische Parlament geschätzt hat.
Der Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes hält diese Aussage für unglaubwürdig, wird PE doch zum nahezu selben Preis verkauft wie PVC.
Aufgefordert, die Zahlen zu überdenken, geht das Consultingunternehmen nun von neuen Zahlen aus: Zu rechnen sei mit 0,12 Euro/kg statt wie zunächst angegeben mit 64 Euro/kg. Damit haben die Consulter sich „nur“ um einen Faktor 500 verschätzt.

Hintergrund ist die derzeit anstehende Überarbeitung der so genannten RoHS-Richtlinie, mit der das schrittweise Verbot gefährlicher Substanzen in Elektrogeräten geregelt wird. In der Debatte um einzelne Substanzen ist die Frage nach den Kosten eines Verbotes sehr wichtig.

Auch auf Grundlage der neuen Zahlen wird der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments Anfang Juni 2010 über die neue Richtlinie abstimmen, die Abstimmung im Plenum ist für Anfang Juli geplant.

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Informationen zur Überarbeitung der RoHS (en)