RAPEX 2015: Mehr als 2.000 Warnmeldungen über gefährliche Produkte
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Die Europäische Kommission hat am 25. April 2016 neue Zahlen veröffentlicht, die zeigen, dass im Jahr 2015 zahlreiche gefährliche Produkte EU-weiten Alarm ausgelöst haben.Im Jahr 2015 wurden im Rahmen des Rapid Alert Systems (RAPEX) 2.072 Warnmeldungen und 2.745 Folgemaßnahmen im System registriert. Die meisten der gemeldeten gefährlichen Produkte (62 %) kommen aus China.
Eine zentrale Herausforderung sei laut Angaben der EU-Kommission der zunehmende Anteil der online erworbenen Erzeugnisse aus Ländern außerhalb der Europäischen Union. Die Kommission arbeitet an einer weiteren Verbesserung des Schnellwarnsystems, um diesen Aspekt zu berücksichtigen, es „gibt bereits Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit mit Grenzkontrollpersonal und Online-Verkaufsplattformen“, so die EU-Kommission anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen.
„Im Jahr 2015 waren vor allem bei Spielzeug (27 %) sowie bei Bekleidung, Textilien und Modeartikeln (17 %) Korrekturmaßnahmen erforderlich. Diese Produktkategorien machten bereits im Vorjahr die meisten negativen Schlagzeilen. In Bezug auf die Risiken wurden im Jahr 2015 am häufigsten (25 % der Gesamtzahl der Mitteilungen) chemische Risiken gemeldet, gefolgt von Verletzungsgefahr (22 %), die im Vorgängerbericht ganz oben auf der Liste stand.
Die im Jahr 2015 am häufigsten gemeldeten chemischen Risiken betrafen Modeschmuck mit schädlichen Schwermetallen wie Nickel und Blei sowie Spielzeug, das Phthalate (fruchtbarkeitsschädigende Weichmacher) enthält.“