EU-Rat: Verringerung der Methanemissionen im Energiesektor

Mit der Verordnung werden neue Anforderungen in Bezug auf die Messung, Meldung und Prüfung von Methanemissionen im Energiesektor eingeführt. Durch Emissionsminderungsmaßnahmen wie die Erkennung und Reparatur von Methanlecks und Beschränkungen für das Ausblasen und Abfackeln sollen Methanemissionen vermieden

werden. Globale Überwachungsinstrumente sollen bei Methanemissionen aus Öl-, Gas- und Kohleeinfuhren in die EU für Transparenz sorgen. Die Betreiber:innen werden verpflichtet, die Methanemissionen an der Quelle zu messen und Überwachungsberichte zu erstellen, die von unabhängigen akkreditierten Prüfstellen geprüft werden. Die Mitgliedstaaten werden ein Bestandsverzeichnis aller Bohrlöcher sowie Emissionsminderungspläne für inaktive Bohrlöcher führen und regelmäßig aktualisieren, um jegliche Risiken für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt durch Methanemissionen zu vermeiden. Darüber hinaus werden sie die Emissionen von Kohlebergwerken messen und überwachen, die vor weniger als 70 Jahren stillgelegt oder aufgegeben wurden, da Methan auch bei Einstellung der Produktion weiterhin freigesetzt wird. Die nationalen Behörden werden regelmäßige Inspektionen durchführen, um nachzuprüfen und sicherzustellen, dass die Betreiber die Anforderungen der Verordnung einhalten und etwaige Folgemaßnahmen zur Abhilfe ergreifen.

Nach den neuen Vorschriften müssen die Betreiber Methanlecks erkennen und reparieren. Die Betreiber:innen müssen in bestimmten Zeitabständen Untersuchungen über Methanlecks in verschiedenen Arten von Infrastrukturen durchführen. Wenn die Methanlecks ein bestimmtes Ausmaß erreichen, müssen die Betreiber unmittelbar nach der Erkennung – spätestens jedoch innerhalb von fünf Tagen – alle Komponenten reparieren oder ersetzen. Die Frist für eine vollständige Reparatur beträgt nach den neuen Vorschriften 30 Tage. Darüber hinaus verbietet die Verordnung ab 2025 das Ausblasen und Abfackeln von Methan aus Absaugstationen und ab 2027 aus Wetterschächten, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich oder es kommt zu einem Notfall oder einer Betriebsstörung. Ferner sollen die Methanemissionen aus den Energieeinfuhren der EU überwacht werden. Mit den neuen Vorschriften werden globale Überwachungsinstrumente eingeführt, mit denen bei Methanemissionen aus Öl-, Gas- und Kohleeinfuhren in die EU für mehr Transparenz gesorgt werden soll.

Die nächsten Schritte

Die Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. Die Kommission wird die Anwendung der Verordnung, einschließlich der erreichten Reduzierung der Methanemissionen, bis 2028 überprüfen.

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