REBELS OF CHANGE macht SDGs für junge Menschen erfahrbar

Die neue Initiative REBELS OF CHANGE rückt die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen aus der multiplen Krise stärker ins Rampenlicht und will sie gerade für eine junge Zielgruppe erlebbar machen. Denn „positive Zukunftsvisionen und Wege aus der Krise“ seien laut REBELS OF CHANGE dringend gefragt, wie sie in einem Blogbeitrag für SDG Watch Austria hervorhebt. Damit nimmt sie neben der Umwelt- und Klimakrise auch Bezug auf Pandemie, Krieg und wachsende Ungleichheiten.

REBELS OF CHANGE ist eine Initiative von acht Kinder-, Jugend- und entwicklungspolitischen Organisationen, welche vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen Möglichkeiten aufzeigt, um gemeinsam für eine bessere Welt aktiv zu werden.

„Der Zweck dieses globalen Zukunftsvertrags ist klar: die Sicherung nachhaltiger Entwicklung auf wirtschaftlicher, sozialer sowie ökologischer Ebene. Weniger klar ist oftmals, wie speziell jugendliches Engagement für diese breite Zielsetzung mobilisiert werden kann“, schreiben die Autor:innen der Initiative über den Grundgedanken, als die Vereinten Nationen 2015 die Sustainable Development Goals (SDGs) verabschiedeten: „eine gute Welt für alle Menschen“.

Jugend am Scheideweg

REBELS OF CHANGE hebt in seinem Beitrag eine Studie hervor, wonach sich die junge Generation an einem Scheideweg sieht. Demzufolge fühlen sich nur sechs Prozent der jungen Menschen von der Politik gut vertreten. „Die Politik interessiert sich nicht für mich“, ist eine Aussage, der 36 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zustimmen. „Bei aller Frustration ist zugleich der Solidaritätsgedanke erstaunlich: Über 90 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass nur gemeinsam etwas bewegt werden kann“, betont REBELS OF CHANGE. Die Studie basiert auf einer breit angelegten SORA-Umfrage vom April 2022 unter rund 25.000 jungen Menschen in Österreich im Alter zwischen 16 und 25 Jahren.

Hier setzt REBELS OF CHANGE an, welche die Studie durch andere Untersuchungen bestätigt sieht. „Einerseits fühlen sich junge Menschen vielfach im Stich gelassen, andererseits ist die Notwendigkeit nach einem gesellschaftlichen Umdenken weit verbreitet“, so die Initiative.

Agenda 2030 als Kompass aus der Krise

Dabei soll die Agenda 2030 als Kompass aus der Krise dienen. Mithilfe der 17 SDGs werden jungen Menschen unterschiedlichste Betätigungsfelder für soziales Engagement aufgezeigt, vom Kampf gegen den Hunger über Geschlechtergleichstellung bis hin zu Maßnahmen zum Klimaschutz. Sie verweist darauf, dass junge Menschen laut mehreren Untersuchungen gut über globale Herausforderungen informiert seien und sich bereits vielfach für Klima- und Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzen.

Im Rahmen von REBELS OF CHANGE, das auf eine Mischung aus analog und digital setzt, soll das bereits vorhandene Engagement für die SDGs verstärkt und neue Möglichkeiten zur Partizipation aufgezeigt werden. Junge Menschen können beispielsweise über Social Media mit dabei sein, aktiv mitgestalten, Ideen einbringen und selbst zu Fürsprecher:innen für die SDGs werden und dabei andere inspirieren. „SDG-Wanderungen, Kulturveranstaltungen, eine Smartphone-Rallye und Workshops, Mitmachaktionen und Infoveranstaltungen machen die Globalen Ziele auch physisch erlebbar“, erklärt REBELS OF CHANGE in ihrem Gastbeitrag.

Die Initiative wird von der Austrian Development Agency (ADA) gefördert und von Südwind – Verein für Entwicklungspolitik und globale Gerechtigkeit koordiniert. Weitere Partner sind die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, sustainLabel, Naturfreunde Internationale, ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung, SDG Forum Vorarlberg, Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) sowie Welthaus Österreich.
 

Rebels of change

SDG Fokusbeitrag 9/22: #ACT4SDGs & SDG Umsetzung weltweit