Rekordzahl an Warnungen über Lebensmittelsicherheit im Jahr 2010

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

EU-Schnellwarnsystem (RASFF) beanstandete insgesamt 8.582 Lebensmittel- und Futterimporte in die EU.

Das EU-Schnellwarnsystem RASFF zum Austausch von Informationen über Gefahren im Zusammenhang mit Lebens- und Futtermitteln verzeichnete im letzten Jahr einen markanten Anstieg der ausgesprochenen Warnungen.
Letztes Jahr wurden 8.582 Warnungen ausgesprochen, das entspricht einer Zunahme von knapp acht Prozent im Vergleich mit 2009. Der Anstieg der Meldungen ist unter anderem auf verschärfte Grenzkontrollen zurückzuführen.

576 Warnmeldungen wurden ausgesprochen, diese betreffen Lebens- und Futtermittel, die bereits auf den Markt gelangt sind. Dazu kommen 1.168 sogenannte Informationsmeldungen, die verschickt werden, wenn eine Gefahr besteht aber kein sofortiges Handeln notwendig ist. Weitere 1.552 versuchte Lebens- und Futtermittelimporte in die EU wurden bereits an den Grenzen wegen diverser Mängel und Gefahren zurückgewiesen.

Der Jahresbericht des RASFF für das Jahr 2010 zeigt, dass es vor allem mit Produkten aus China (448 Produkte), der Türkei (255), Indien (251), und den USA (160) Probleme gab. Insgesamt 23 österreichische Produkte und Lieferungen wurden beanstandet.

Die meisten Probleme bei Lebensmitteln gab es mit Nüssen (536 Warnungen), Obst- und Gemüse (496), Fischen (451), Kräutern und Gewürzen (222) und Fleisch (203).

EU-Pressemitteilung (en)
RASFF Jahresreport 2010 (en, pdf)