RepaNet fordert Recht auf Reparatur
28. Jan 21
Zwar will Apple bis 2030 klimaneutral, doch die Schwierigkeit für Verbraucher*innen, ihre Apple-Geräte selbst zu reparieren oder aber die Reparaturen etwa von nicht von Apple autorisierten Reparaturbetrieben durchführen zu lassen, stehen diesen Ambitionen entgegen.
In dem Video „iPhone 12 Anti Repair Design“ von Repair-Aktivisten Hugh Jeffreys, das auf YouTube veröffentlicht wurde, wird versucht, einzelne Komponenten von zwei neuen iPhones miteinander auszutauschen. Doch bereits das Öffnen der Geräte erweist sich als eine große Hürde. Schließlich zeigt sich, dass das Entfernen der einzelnen Teile eine ganze Anzahl von möglichen Fehlern nach sich ziehen kann. Zudem werden viele unterschiedliche Schraubenzieher benötigt.
Der Versuch, das Logic Board und die Kamera der beiden Geräte miteinander auszutauschen, führt schließlich zu partieller Dysfunktionalität. Demnach starten die iPhones zunächst nicht, danach gibt es Akkuprobleme, und es wird automatisch ein Service bewirkt. Ebenso funktioniert die Kamera nicht mehr, obwohl es sich um neue Komponenten aus einem anderen Gerät handelt. Daraus kann geschlossen werden, dass das iPhone erkennt, ob es sich um ein ursprüngliches oder ein neues Teil handelt.
Wenn man Schäden beseitigen und die volle Funktionalität des iPhone 12 längerfristig erhalten will, müssen Konsument*innen die Services von Apple-Providern in Anspruch nehmen. „Praktiken wie diese müssen politisch verboten werden, um ein Recht auf Reparatur, wie es erst vor einigen Wochen vom Europäischen Parlament befürwortet wurde, Wirklichkeit werden zu lassen“, fordert RepaNet, der freiwilligen Interessenvertretung der sozialwirtschaftlich ausgerichteten Re-Use-Betriebe sowie der Reparaturnetzwerke und Reparaturinitiativen.