Ressourcennutzung in Österreich - Bericht 2011: Verbrauch stark gestiegen

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Eine gemeinsame Studie des Lebensministeriums und des Wirtschaftsministeriums analysiert die Entwicklung des Ressourcenverbrauchs in Österreich.

Die neue Studie „Ressourcennutzung in Österreich - Bericht 2011“ wurde gemeinsam vom Institut für Soziale Ökologie und der Statistik Austria erstellt. Sie analysiert die Tendenz des österreichischen Ressourcenverbrauchs der letzten 50 Jahre.

Das Ergebnis: Österreich verbraucht immer mehr Ressourcen.
Zwischen 1960 und 2008 ist der österreichische Verbrauch von insgesamt 114 auf 197 Millionen Tonnen jährlich angestiegen. Im Jahr 2008 waren das pro Einwohner 66 kg täglich. Nicht miteingerechnet ist in diesen Zahlen der Ressourcenverbrauch für die Herstellung von Produkten im Ausland, die anschließend nach Österreich verkauft und dann im Land weiterverarbeitet werden. Wenn diese Zahlen mit eingerechnet werden, erhöht sich der Verbrauch um zusätzliche 35 Millionen Tonnen (pro Person und Tag 80 kg).

Fossile Energieträger machten im Jahr 2008 zwölf Prozent des österreichischen Ressourcenverbrauchs aus, 22 Prozent fielen auf Biomasse. Metalle haben mit vier Prozent einen relativ geringen Anteil, in diesem Bereich ist Österreich allerdings stark auf Importe angewiesen. Den größten Anteil am Ressourcenverbrauch haben die nicht-metallischen Mineralien mit 62 Prozent. Dabei handelt es sich vor allem um Baurohstoffe.

Insgesamt ist der Ressourcenverbrauch in den letzten 50 Jahren um 73 Prozent gestiegen, trotz einer hohen Steigerung der Ressourceneffizienz. Mit einer Tonne Ressourcen kann jetzt 2,5 Mal mehr Wirtschaftsleistung erzielt werden als früher.
Der Bericht steht online auf der Webseite des Lebensministeriums als Download zur Verfügung.

Ressourcennutzung in Österreich - Bericht 2011