Ressourcenproduktivität in der EU stieg 2014 um 28 Prozent gegenüber 2002
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Laut Angaben von Eurostat, der Statistikbehörde der Europäischen Union, ist die Ressourcenproduktivität der Europäischen Union von 1,53 Euro/kg im Jahr 2002 auf 1,95 Euro/kg im Jahr 2014 angestiegen. Das entspricht einem realen Wachstum von 27,8%, berichtet das RecyclingPortal.Die Ressourcenproduktivität fasst das Verhältnis zwischen der Wirtschaftstätigkeit (BIP) und dem Verbrauch an natürlichen Ressourcen (Inländischer Materialverbrauch – IMV) in Zahlen und ist ein Maßstab für die Effizienz der Nutzung natürlicher Ressourcen. Zwischen 2002 und 2008 stiegen das BIP und der Inländische Materialverbrauch in der EU parallel an, was dazu führte, dass die Ressourcenproduktivität relativ konstant blieb. Seit 2008 ist der Inländische Materialverbrauch erheblich zurückgegangen, während das BIP moderater anstieg, was eine merkliche Zunahme der Ressourcenproduktivität zur Folge hatte. Seit 2008 wurden in der Europäischen Union mit weniger Ressourcen mehr Ergebnisse erzielt.
„Im Jahr 2014 war die Ressourcenproduktivität in Luxemburg (3,94 Euro/kg) am höchsten, gefolgt von den Niederlanden (3,82 Euro/kg), dem Vereinigten Königreich (3,28 Euro/kg), Italien (2,89 Euro/kg), Spanien (2,69 Euro/kg) und Frankreich (2,60 Euro/kg). Am anderen Ende der Skala lag in den folgenden sieben Mitgliedstaaten die Ressourcenproduktivität unter 1 Euro/kg: Bulgarien (0,30 Euro/kg), Rumänien (0,32 Euro/kg), Estland (0,42 Euro/kg), Lettland (0,49 Euro/kg), Polen (0,61 Euro/kg), Litauen (0,65 Euro/kg) und Ungarn (0,89 Euro/kg).“
„Die Kenntnis über die Menge der von einem gegebenen sozioökonomischen System verbrauchten Ressourcen ist ein wichtiger Faktor für das Verständnis der Wechselwirkung zwischen diesem System und der Umwelt. Die Nutzung materieller Ressourcen spielt eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung von Umweltbelastungen, vom Abbau natürlicher Ressourcen zu Herstellungs- und Verbrauchszwecken bis zu den vom Wirtschaftssystem an die Umwelt abgegebenen Stoffen, z. B. Abfallbeseitigung und Treibhausgasemissionen. Die Entwicklung hin zur Kreislaufwirtschaft ist der Kern der Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“ innerhalb der Strategie Europa 2020 für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.“
RecyclingPortal: Ressourcenproduktivität in der EU stieg 2014 um 28 Prozent gegenüber 2002
Eurostat: Materialflussrechnung und Ressourcenproduktivität (Englisch)