Risiken der Nanotechnologie durch REACH nicht ausreichend abgedeckt?

Chemie & Nanotechnologie

Bei der Entwicklung und Verwendung von nanotechnologischen Materialien sollten Firmen besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen - denn die Entwicklung in diesem Bereich ist besonders schnell und das Wissen über mögliche Risiken besonders gering. Zu diesem Schluss kommt das Schwedische Chemikalieninspektorat KemI - eine der angesehendsten Chemikalienregulierungsbehörden der EU - in einem Ende Oktober 2007 veröffentlichten Bericht.

Außerdem, so KemI, würde Nanotechnologie in Endprodukten oft durch das Netz von Sicherheitsprüfungen fallen, die durch die neue Chemikalienpolitik REACH vorgesehen sind. Daher müssten die Regierungen das EU-Regelwerk um Bestimmungen für Nanotechnologie ergänzen.
Wenn Schweden im zweiten Halbjahr 2009 die EU-Präsidentschaft übernimmt, sollte es dazu eine Konferenz organisieren, so KemI.
Die Europäische Kommission dagegen ist erst im September 2007 zum Schluss gekommen, dass neue Gesetzgebung für Nanotechnologie nicht nötig sei.

Pressemeldung KemI (en)
Bericht (schwedisch mit englischer Zusammenfassung, pdf 765kb)