Rückblick: 5 Jahre Fukushima

Zum fünften Mal jährt sich die Nuklearkatastrophe des japanischen Atomkraftwerkes Fukushima Daiichi und es steht fest: Die Folgen sind schwer zu kontrollieren. Aufräumarbeiten gehen nur langsam voran und effektive Hilfe für die betroffene Gesellschaft fehlt. Die Umweltorganisation Global 2000 fordert ein internationales Eingreifen und insbesondere Hilfe für Kinder und Jugendliche in der Region.

Die Bergungsarbeiten des geschmolzenen Kernbrennstoffes sind noch nicht erfolgt, da die genaue Lage unklar ist und aufgrund der hohen Strahlung Roboter eingesetzt werden müssen.
Bereits 166 000 Tonnen radioaktiv belastetes Erdreich und Pflanzen werden in schwarzen Säcken gelagert.

Die gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe sind verheerend. Da viele Menschen zu spät evakuiert und mit Jodtabletten versorgt wurden, kam es bereits zu 2000 Todesfällen. Noch heute leben über 100 000 Personen in Notunterkünften. Die japanische Regierung und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) sind darum bemüht, die Bevölkerung im Glauben zu lassen, es sei alles in Ordnung und keinerlei gesundheitlichen Auswirkungen zu befürchten.
Die Zahl der an Schilddrüsenkrebs erkrankten Kinder steht diesen Aussagen gegenüber. Bei 150 Kindern und Jugendlichen wurde die Erkrankung bereits diagnostiziert und die Zahl wird aller Voraussicht nach steigen.

Unabhängige Experten, wie der Strahlenexperte Dr. Ian Fairlie, schätzt, dass es in den nächsten Jahren zu mindestens 5000 Krebstoten kommen wird.

„Friends of the Earth Japan“ verlangt nun eine Evakuierung der Kinder und Jugendlichen aus den hoch belasteten Gebieten und fordert in einer Petition eine Reform der IAEO.

Fünf Jahre Fukushima: Nichts ist unter Kontrolle
Petition Global 2000
Internationale Atomenergie-Organisation(en)